Untergrundvorbereitung mit Wandspachtelmassen

Fachmagazin Mappe empfiehlt den Auftrag mit Maschinentechnik bei großen Aufträgen

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02.09.2020

In der aktuellen Ausgabe der Malerfachzeitschrift Mappe wird in einem Fachbeitrag ausführlich über verschiedene Wandspachtelmassen und deren Vor- und Nachteile auf verschiedenen Untergründen berichtet. Beim Thema Verarbeitung und Auftrag von Spachtel empfehlen die Experten ganz klar den Einsatz von Airless Spritztechnik ab einer zu beschichtenden Fläche von etwa 50 Quadratmetern, um…

     …den Kraftaufwand an der Baustelle zu verringern und somit die Mitarbeiter zu schonen.

     …Zeit und folglich auch Geld bei der Beschichtung großer Flächen zu sparen.

Insbesondere Spachtelmassen auf Dispersionsbasis eignen sich perfekt zur Verarbeitung mit einem Airless Gerät und viele Materialhersteller geben mittlerweile sogar genaue Informationen zur Spritzfähigkeit ihrer Produkte an. Im Interview mit der Mappe hat unser Director Technical Service, Hans-Jürgen Tech zudem erklärt, welche Pumpentechnologie für welche Anwendungsgebiete am besten geeignet ist und warum es sich auszahlt, einen Maschinenpaten im eigenen Handwerksbetrieb zu ernennen. Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, können Sie hier das vollständige Interview mit Herrn Tech nachlesen:

 

Im Interview: Hans-Jürgen Tech, Director Technical Service Decorative Finishing bei WAGNER

»Mit Geräten für die maschinelle Verarbeitung kann man bei Projekten jeder Art und Größe rationeller und gewinnbringender arbeiten.«

 

Mappe: Für welche Einsatzzwecke und vor allem ab wann lohnt sich Gerätetechnik? Was sind die Vorteile?

Hans-Jürgen Tech: Der Einsatz von Maschinentechnik lohnt sich generell ab 50 m2. Der wohl größte Vorteil ist die Logistik. Mit einem Gerät gelangt das Material viel schneller und mühelos an Wand und Decke. Lästiges Eimer schleppen entfällt und am Ende des Tages bleibt mehr Zeit und Kraft übrig. Obendrein bleibt die Baustelle sauberer, da weniger Material am Boden landet.

 

Mappe: Liefert maschinelle Applikation auch bessere Ergebnisse?

H.-J. Tech: Zuerst müssen einmal die vielen Kilos an Material an die Wand oder Decke. Um das  Ergebnis geht es erst im zweiten Schritt, wenn Q1 bis Q4 herausgearbeitet werden. Da spielt die Maschinentechnik dann keine Rolle mehr.

 

Mappe: Wie lange braucht man zum Einlernen in die Technik?

H.-J. Tech: Erfahrungsgemäß haben viele Anwender Respekt oder sogar Angst vor der Technik. Daher rühren auch viele Vorurteile, wie z. B., dass Maschinentechnik kompliziert sei oder dass man mit Abkleben und Reinigung deutlich länger als für die klassische Anwendung benötigt. Ich empfehle jedem Einsteiger oder auch beim Gerätewechsel eine Einweisung von 2-4 Stunden, am besten direkt vom Gerätehersteller. Natürlich sollte das Gerät dann von Zeit zu Zeit eingesetzt werden, um in der Übung zu bleiben. Aber kompliziert ist die Technik wirklich nicht. Ich rate Handwerksbetrieben gerne zum Einsatz eines Maschinenpaten: Ein Verantwortlicher, der sich im Betrieb der Maschinentechnik annimmt, sich schulen lässt, und dann der Ansprechpartner auf der Baustelle ist.

 

Mappe: Welche (Spachtel-)Materialien sind überhaupt spritzbar?

H.-J. Tech: Jegliche Art von Dispersionsspachtel stellen kein Problem dar. Bei mineralischen Spachteln muss auf die Offenzeit geachtet werden. Alles unter 30 Minuten kann problematisch werden, gerade was die anschließende Geräte-Reinigung angeht.

 

Mappe: Welche Technologien gibt es und was empfiehlt sich wann?

H.-J. Tech: Generell gibt es zwei Technologien im Markt, die Schnecken- und die Kolbenpumpe. Bei der Schneckenpumpe gibt es inzwischen Hochdruckgeräte, die ohne Kompressor auskommen. Diese Geräte sind vor allem für Allrounder geeignet, die Objekte mit maximal 500 m2 bearbeiten möchten. Moderne Hochdruck-Schneckenpumpen lassen sich sogar für den Airless-Farbauftrag umrüsten. Wird neben Spachtel auch Putz verarbeitet, ist die klassische Schneckenpumpe mit Kompressor die beste Wahl. Für Spezialisten (z. B. Stuckateure), die hauptsächlich Spachtel und Farbe auf großen Flächen verarbeiten, eignet sich die Kolbenpumpe am besten. Denn Kolbenpumpen haben hier einen Leistungsvorteil.

 

Mappe: Was ist die ideale Ausstattung für den Durchschnittsanwender und was muss er hierfür investieren?

H.-J. Tech: Die meisten Geräte sind in unterschiedlichen, spritzfertigen Ausführungen, auch Spraypacks genannt, erhältlich. Dieses besteht aus Grundgerät, Schlauch, Pistole und Düse(n). Damit kann der Anwender direkt loslegen, weiteres Zubehör wird nicht benötigt, kann aber bei Bedarf jederzeit nachgekauft werden.

Mappe: Vielen Dank für die praktischen Tipps, Herr Tech.

©Interview: Mappe Ausgabe 08/2020

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