Warum Fassadenfarbe spritzen anstatt zu streichen?

Der Außenanstrich für ein Gebäude muss heutzutage mehr sein als nur ein optisches Highlight. Die Anforderungen an Fassaden sind vielfältig: Witterungsbeständigkeit, Atmungsaktivität sowie der Schutz vor Schimmelbefall und Bewuchs sind nur einige der Kriterien, die eine gute Farbe erfüllen muss. Logisch, dass die Bandbreite an Fassadenfarben groß ist und sich die entscheidende Frage stellt: Können diese Materialien auch mit Spritztechnik verarbeitet werden und wo liegen die Vorteile? All das sowie eine Anleitung für Ihren Fassadenanstrich mit dem Airlessgerät, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Welche Fassadenfarben gibt es und sind sie spritzfähig?

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Materialien, die Handwerker, wie z.B. Maler und Lackierer zur Fassadenbeschichtung verwenden, um für jeden Untergrund die optimale Farbe bereitstellen zu können. Bei Fassadenfarbe wird klassisch nach dem verwendeten Bindemittel unterschieden. Hier ein paar Infos zu den gängigsten Arten von Fassadenfarben.

Organisch gebundene Farben:

Zu den Fassadenfarben mit organischen Bindemitteln zählen unter anderem Silikonharzfarben, Dispersionsfarben und Dispersionssilikatfarben. All diese Materialien eignen sich optimal zum Auftrag mit einem Airlessgerät. Silikonharzfarben mit ihren fortschrittlichen Produkteigenschaften sind die modernste Variante. Sie bieten einige Vorteile wie extreme Wasserdampfdurchlässigkeit bei hoher Langlebigkeit und stark wasserabweisenden Eigenschaften. Kunststoffdispersionsfarbe hat ebenfalls viele Vorteile. Sie ist nicht nur sehr gut deckend und wetterbeständig, sondern auch emissionsarm, beliebig einfärbbar und in unterschiedlichen Beschaffenheiten (matt, glänzend, seidenmatt) erhältlich. Zudem kann sie beliebig oft überstrichen werden.

Verarbeitung mit dem Airlessgerät:

  • Untergründe: Mineralputz, Ziegel, Beton, Faserzement, Hart-PVC, Mauerwerk, Leichtbauplatten und alle tragfähigen Altanstriche.
  • Dispersionsfarbe ist mit Wasser verdünnbar und deshalb sehr einfach auch mit Spritztechnik zu verarbeiten. Die geeigneten Düsengrößen hierfür sind: 519 bis 525 je nach Materialbeschaffenheit. In der Regel werden zwei Schichten Farbe aufgetragen.
  • Tipp: Einige Materialhersteller bieten spezielle Fassadenfarben an, die für die Verarbeitung mit Airlesstechnik optimiert sind und zahlreiche Vorteile bieten, wie beispielsweise nebelfreies bzw. nebelarmes Spritzen!

Mineralisch gebundene Farben:

Für mineralisch gebundene Fassadenfarben kommen Bindemittel wie Zement, Kalk oder Silikat zum Einsatz. All diese Materialen sind auch zum Spritzen geeignet. Silikatfarben oder auch Dispersionssilikatfarben haben die Eigenschaft, dass sie bei der Trocknung verkieseln und so eine feste und beständige Verbindung mit dem beschichteten Untergrund eingehen. Die Hauptvorteile sind eine extreme Licht- und Witterunsbeständigkeit, die hohe Wasserdampfdurchlässigkeit sowie die geringe Anfälligkeit für Algen- und Schimmelbefall. Silikatfarbe gilt als nicht mit Airlesstechnik verarbeitbar. Das stimmt so allerdings nicht.

Verarbeitung mit dem Airlessgerät:

  • Untergründe: Für mineralische Untergründe wie Beton, Faserzement, Kalk- und Zementputz, Naturstein und Ziegel geeignet
  • Silikatfarbe kann nur mit Spritzgeräten mit entsprechender Leistung verarbeitet werden, da hier größere Düsengrößen eingesetzt werden müssen: für Silikatfarbe geeignete Düsen haben in der Regel die Größen 535 bis 543. Die Fördermenge des Gerätes sollte also mindestens 2,5 Liter pro Minute betragen. Fassadenfarbe auf Silikatbasis ist nicht zum Überstreichen geeignet.
  • Tipp: Bitte Vorsicht bei der Verarbeitung von Silikatfarben. Aufgrund des stark alkalischen PH-Wertes sind sie sehr ätzend und sollten nicht mit Haut oder Augen in Kontakt kommen.
Tipp:

Tipp:

Noch nicht die richtige Einstellung für Ihre Fassadenfarbe gefunden? Dann schauen Sie doch in unseren Sprayguide. Hier finden Sie die optimalen Geräteeinstellungen zu den meisten gängigen Materialien.

Fassade Renovieren beim Einfamilienhaus: Lohnt sich der Einsatz von Spritztechnik?

Die Challenge scheint einfach: Ein Einfamilienhaus braucht einen neuen Fassadenanstrich. Da nimmt der Maler Rolle und Pinsel zur Hand und ist ruckzuck fertig, oder? Vielleicht geht es aber auch schneller, mit weniger Kraftaufwand und materialsparender: mit Spritztechnik. Wir stellen uns der Herausforderung, Sie davon zu überzeugen, dass ein Fassadenanstrich mit dem Farbspritzgerät nicht nur Zeit, sondern auch Geld spart und dabei sogar noch mehr Spaß macht.

Schritt 1: Vorbereitung

Bevor mit dem eigentlichen Renovieren der Fassade begonnen werden kann, müssen zunächst alle Oberflächen gründlich vorbereitet werden, indem die Fassade gereinigt wird und Löcher und Risse fachgerecht verspachtelt werden. Anschließend werden nicht zu beschichtende Flächen gut abgedeckt und abgeklebt.

Schritt 2: Gerät einstellen

Das Farbspritzgerät vorbereiten. Hierbei ist es wichtig, dass das Airlessgerät optimal auf das verwendete Material eingestellt wird. Dazu einfach eine kleine Spritzprobe – z.B. auf einem Stück Karton – durchführen.

Schritt 3: Fassadenfarbe spritzen

Das Airless Spritzen der Fassadenfarbe beginnt! Eventuell wird zunächst eine Grundierung gespritzt, bevor mit dem eigentlichen Anstrich begonnen werden kann. Die Farbe wird mühelos in einem Arbeitsgang schnell und effizient aufgetragen. Besonders praktisch im Vergleich zum Rollen ist hierbei, dass durch den langen Schlauch die Farbe immer direkt zur Oberfläche transportiert wird und nicht ständig mühselig mit der Walze aufgenommen werden muss.

Schritt 4: Aufräumen & Reinigen

Entfernen des Abdeckmaterials und Reinigen des Gerätes. Während die Abklebematerialien entfernt werden, kann das Airlessgerät bereits in der Selbstreinigungsfunktion gespült werden, wodurch nochmal Zeit eingespart wird.

Der Beweis

235 m² Fassadenfläche

235 m² Fassadenfläche

2 Arbeitsgänge

2 Arbeitsgänge

2 Personen

2 Personen

1 Spritzgerät

1 Spritzgerät

Dauer: 28 Stunden

Dauer: 28 Stunden

  • 21 Stunden Oberflächenvorbereitung und Abkleben
  • 7 Stunden Beschichten (inklusive Inbetriebnahme des Gerätes)

Verbrauch: 60 Liter Fassadenfarbe

Verbrauch: 60 Liter Fassadenfarbe

Ersparnis im Vergleich zur Beschichtung mit Pinsel und Rolle:

Ersparnis im Vergleich zur Beschichtung mit Pinsel und Rolle:

  • 3 Tage Arbeitszeit
  • 33 % Material

Sie möchten das Ganze mal direkt am Gebäude sehen? Dann schauen Sie sich doch einfach unser Video an, das die Beschichtung eines Einfamilienhauses mit unserer SuperFinish 23Plus zeigt.

Ist das Airlessgerät bei großen Fassaden wirklich effizienter?

Nicht nur bei kleineren Einfamilienhäusern lohnt es sich Fassadenfarbe zu spritzen anstatt zu streichen. Bei großen Objekten beginnt es erst richtig Spaß zu machen. Hier wirken sich Zeitvorteil und Materialersparnis noch mehr aus: Arbeitsstunden und Farbe sind Kostenfaktoren, die mit der Anschaffung eines Farbspritzgerätes sehr schnell und effektiv gesenkt werden können.

Das sieht ja alles gut aus aber…

… beim Spritzen von Fassadenfarbe verbreitet sich der Nebel doch bis zum Auto des Nachbarn.

… beim Spritzen von Fassadenfarbe verbreitet sich der Nebel doch bis zum Auto des Nachbarn.

Mit neuen Technologien wie HEA (High Efficiency Airless) ist der Sprühnebel deutlich reduziert und die Farbe landet genau da wo sie soll: auf der Fassade und nicht auf dem Auto des Nachbarn. Wer hier noch zusätzlich auf Nummer-Sicher gehen will, verwendet zudem Fassadenfarben, die speziell zum Spritzen mit Airlesstechnologie entwickelt wurden.

…bei kühlen Temperaturen, ist die Viskosität der Farbe nicht optimal fürs Spritzen.

…bei kühlen Temperaturen, ist die Viskosität der Farbe nicht optimal fürs Spritzen.

Das ist nicht nur beim Spritzen ein Problem, sondern auch beim Streichen mit der Walze. Wir haben dafür aber eine sehr gute Lösung entwickelt. Mit unseren TempSpray Modulen wird die Farbe immer auf die optimale Spritztemperatur erhitzt und kann somit auch bei kühlen Temperaturen perfekt verarbeitet werden.

…beim Anstrich mit Rolle und Pinsel bin ich routiniert und dadurch einfach schneller.

…beim Anstrich mit Rolle und Pinsel bin ich routiniert und dadurch einfach schneller.

Mit diesem und vielen weiteren allgemeinen Vorurteilen rund um das Thema Farbe Spritzen vs. Farbe Streichen, räumen unsere beiden Tester Pablo und Cem hier auf.

Fassadenfarbe spritzen vs. Streichen – Die Vorteile auf einen Blick

  1. Die optimale Kombi aus Fassadenfarbe und Spritzgerät ermöglicht nahezu nebelfreies Spritzen.
  2. Durch die direkte Ansaugung und den langen Schlauch, muss die Farbe nicht mühsam auf das Gerüst geschleppt werden, sondern kann im Eimer am Boden verbleiben.
  3. Müheloses Aufbringen der Fassadenfarbe und perfekte Deckkraft auch bei rauen Strukturoberflächen.
  4. Spritztechnik lohnt sich auch für kleine Fassaden von z. B. Einfamilienhäusern.
  5. Bei großen Fassadenflächen ist der Zeitvorteil mit Airless enorm – bis zu dreimal schneller. So sparen Maler und Lackierer nicht nur Zeit sondern auch Kraft und Material beim Spritzen von Fassadenfarben.

Welche Airlessgeräte eignen sich optimal zum Beschichten von Fassaden?

Fassadenfarbe spritzen Sie ganz leicht mit folgenden Airless-Geräten von WAGNER:

SuperFinish 23 Plus HEA Spraypack

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SuperFinish 23 Plus (AC) Lack

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SuperFinish 23 Plus (AL) Lack

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SuperFinish 23 Plus (AL) TempSpray

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Lackspezialist mit Heizschlauch

SuperFinish 33 Plus Spraypack

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SuperFinish 33 Pro Spraypack

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ProSpray 3.31 Airless Spraypack

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ProSpray 3.34 Airless Spraypack

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HeavyCoat 750 E Spraypack / 230 V

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HeavyCoat 950 E Spraypack / 230 V

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Kraftpaket für schweres Material

HeavyCoat 950 G Spraypack / Benzin

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HeavyCoat 970 E Spraypack / 400 V

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Xtra Tempo für XL Projekte in jeder Hinsicht

HeavyCoat 970 G Spraypack / Benzin

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